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Moderne Arbeitsorganisation

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Die Stadtreinigungs- und Abfallwirtschaftsbetriebe befinden sich seit Jahren in einem nahezu ständigen Entwicklungs- und Veränderungsprozess. Es gilt dem gestiegenen Kostendruck und den deutlich veränderten Anforderungen an die Qualität Rechnung zu tragen. Dies erfordert neben Führungs- und Mitarbeiterqualifizierungen insbesondere Veränderungen im Bereich der Arbeits- und Organisationsstrukturen, weg von zentraler Steuerung hin zu modernen Konzepten mit Gruppenarbeit und klaren Verantwortlichkeiten.

Von Gruppenarbeit kann in der Praxis erst gesprochen werden, wenn mehrere Personen gemeinsam und abgestimmt eine Aufgabe oder einen Aufgabenbereich bearbeiten. Gruppenarbeit setzt dabei voraus, dass den MitarbeiterInnen so genannte Kernaufgaben übertragen werden, was bedeutet:

  • Es existieren Arbeitsaufgaben, die eine gemeinsame Planung und Abstimmung ermöglichen.
  • MitarbeiterInnen werden explizit zu einer Arbeitsgruppe zusammengefasst, so dass sie eine relativ unabhängige Organisationseinheit bilden.
  • Der Arbeitsgruppe werden Arbeitsaufgaben übertragen, für die sie als Ganzes zuständig und verantwortlich sind.

Arbeitsanalysen und Konzeptentwicklung

Im Rahmen einer Kurz-Analyse werden verschiedene zentrale Aspekte des Leistungsbereiches erhoben und mit Erfahrungen aus anderen Betrieben kontrastiert, z.B. die Außenwirkung, Strukturen und Organisation, Qualifizierung der Führungskräfte und Führungskultur, Mitarbeiterzufriedenheit, Arbeitsmotivation, technische Ausstattung, Zusammenarbeit zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern sowie die Einstellung zum Thema Dienstleistungsqualität.

Prozessbegleitung

Veränderungsprozesse sind komplexe Eingriffe in die soziale Struktur des Betriebes, die es sorgfältig zu steuern gilt. Die Prozessbegleitung kann in unterschiedlicher Form durchgeführt werden:

I. Workshop:

Markt der Erwartungen, grundsätzliche Regeln der Zusammenarbeit, Unterschiede gegenüber vorher deutlich machen

II. Moderierte
Erfahrungsaustausche:

Auswertung des Tagesgeschäfts anhand von Kriterien wie z.B.  Zusammenarbeit der Gruppensprecher und Führungskräfte, Belastungen, Technikeinsatz, erreichte Qualität, Planungsaufgaben wie Touren, Arbeitseinsatz, Urlaub, etc.

III. Teambriefings:

gegenseitige Erwartungen, Weiterentwicklung der Gruppenarbeit, Früherkennung von Problemen

Nutzen der Prozessbegleitung:

  • Durch eine unabhängige externe Steuerung werden Fehler und Konflikte vermieden bzw. produktiv bearbeitet und beseitigt.
  • Das System wird während des Prozesses immer weiter verbessert.

Auswahl von Gruppenleitern bzw. -sprechern

Der Auswahlprozess macht gegenüber allen Beteiligten deutlich, dass neue Anforderungen und eine neue Arbeitsphilosophie gelten. Durch ein mehrstufiges Auswahlverfahren (Vorgeschaltete K.O.-Kriterien, Potential Check/ Assessment Center) werden die am besten geeigneten Mitarbeiter ausgewählt. Ein transparentes und gerechtes Auswahlverfahren fördert zudem eine größere Akzeptanz und ist nachhaltig wirksam.

Qualifizierung der Gruppenleiter bzw. -sprecher

Ein deutlich verändertes Anforderungsprofil an die Leiter der Gruppen (z.B. in Bezug auf Kommunikation, Teilnahme an Besprechungen, Kundenkontakte, Konfliktmoderation, Planungsaufgaben, etc.) erfordert Qualifizierungsmaßnahmen um die Schwierigkeiten der Position deutlich zu machen und auf typische problematische Situationen vorzubereiten. Die Qualifikation wird praxisnah konzipiert und ist auf die Lernweise der Mitarbeiter zugeschnitten - das schafft Motivation und erleichtert die Umsetzung in der Praxis. Inhalte:

  • Kommunikation
  • Motivation der Mitarbeiter
  • Zusammenhalt in der Gruppe
  • Teilnahme an Besprechungen
  • Konfliktbearbeitung und Konfliktmoderation
  • Problemlösung
  • Kritisieren von Kollegen
  • Qualitätsstandards
  • Planungsaufgaben
  • Umgang mit Beschwerden
  • Kundengespräch

Evaluation

Durch die Evaluation lässt sich der Erfolgsgrad einer Veränderung in Kennzahlen belegen - der Erfolg wird so „Schwarz auf Weiß" sichtbar.

  • Alle Beteiligten wissen, wo das Projekt steht.
  • Zahlen dienen als Diskussionsgrundlage z.B. mit dem Personalrat.
  • Auf das Projekt einwirkende positive und negative Effekte werden greifbarer.

Mögliche Evaluationsbestandteile sind Arbeitszufriedenheit, Fehlzeiten, eine teaminterne Auswertung der Dienstleistungsqualität und die Kundenzufriedenheit.

Ansprechpartner

Dr. Stefan Meinsen Dr. Stefan Meinsen work Beckumer Strasse 36 59229 Ahlen
Telefon: work0 23 82 / 964 - 567



Dipl.-Ing. Uwe HorstmannDipl.-Ing. Uwe Horstmann work Beckumer Strasse 36 59229 Ahlen
Telefon: work0 23 82 / 964 - 567



Dipl.-Ing. Rüdiger Reuter Dipl.-Ing. Rüdiger Reuter work Beckumer Strasse 36 59229 Ahlen
Telefon: work0 23 82 / 964 - 515



 

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